Warum ausgerechnet Pilates?

Als ich anfing mit den ersten Pilates Übungen, war ich sofort begeistert von dieser so besonderen Methode. Pilates gehört ebenso wie Alexander Technik und Feldenkrais zu den modernen, klassischen Body & Mind Methoden. Joseph Pilates kreierte aus verschieden Yoga-, Jiu-Jitsu- und den damaligen herkömmlichen Turn- und Gymnastikübungen eine völlig neue Methode.

Er nannte seine Übungen damals „Contrology“. Das spezielle an seiner Methode: Alle Bewegungen entwickeln sich aus einem starken Zentrum heraus, dem sogenannten Powerhouse.

Pilates war der Meinung, dass eine starke Mitte, also eine trainierte innere und äußere Muskulatur des Bauches, des unteren Rückens, der Gesäßmuskulatur, der Muskulatur der Hüfte und der oberen Oberschenkelmuskultur die Basis für einen gesunden Körper ist. Die Muskulatur des Beckenbodens, die bei anderen Sportarten oft völlig ausgelassen wird, findet hier eine besondere Beachtung.

Es entwickelten sich aus seiner Methode sechs Grundprinzipien
(Schlüsselelemente), die der Übende immer beachten muss, ohne diese sind die Übungen nichts weiter als ein paar gut durchdachte Turnübungen. Diese Schlüsselelemente sind im Detail:

Atmung: Eine richtige Atmung reinigt das Blut und bringt frischen Sauerstoff in den Körper. Die verbrauchte Luft muss vollständig aus den Lungen gebracht werden, um die Lungen dann wieder mit frischer Energie zu versorgen. Es soll durch die Nase ein- und auch wieder ausgeatmet werden. Wem das nicht liegt, kann aber auch durch den Mund ausatmen. Grundsätzlich gilt: Vor der Bewegung einatmen und mit der Bewegung ausatmen. Am Anfang sollte man den Atem aber einfach fließen lassen, um erst einmal die Übung zu begreifen.

Bewegungsfluss: Anders als bei vielen herkömmlichen Trainingsmethoden werden die Bewegungen nicht statisch und isoliert ausgeführt, sonder immer in einem harmonischen Fluss. Alle Übungen erhalten dadurch eine Form von Anmut, fast wie in einem Tanz.

Kontrolle: Jede Muskelbewegung wird kontrolliert durchgeführt, um Verletzungen zu vermeiden und den größtmöglichen Nutzen aus jeder Übung zu erhalten.
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Rolling like a Ball


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Single Leg Stretch


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Scissors


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Side Kick Series: Up and Down

Konzentration: Wenn wir uns mit unserem Geist auf die jeweilige Übung konzentrieren, können wir die guten Effekte des Trainings steigern. Körper und Geist verbinden sich.

Präzision:
Jede Übung wurde von Pilates zu einem bestimmten Zweck entwickelt. Jedes Detail muss beachtet werden, um den für den Körper positiven Effekt zu erzielen. Mit der Zeit gelingt das immer mehr.

Zentrierung: Mit der besonderen Beachtung des Powerhouses stärken wir unsere Mitte von innen heraus. Alle Bewegungen beginnen hier und fließen nach außen. Zusätzlich zu diesen Grundprinzipien gibt es noch drei weitere Prinzipien, die die Pilates Methode erst zur Vollendung führt:

Vorstellungskraft: Indem wir uns zu den einzelnen Übungen ein Bild schaffen, können wir die Wirkung der Übung verstärken. Beispiel: Wenn ich mir bei der Vorübung „Imprinting“ vorstelle, wie meine Rücken wie schmelzender Käse in der Sonne mit der Matte verschmilzt, wird es mir besser gelingen. Der Rücken drückt nicht mehr auf die Matte, sondern liegt locker und weich auf ihr, eben wie Schmelzkäse.

Intuition: Viele Menschen hören heute nicht mehr auf ihren Körper. Verletzungen und Krankheiten sind die Folge davon. Pilates Ziel war es, das körperliche Wohlbefinden zu steigern, ohne Grenzen zu überschreiten. Sich wieder auf die innere Stimme zu verlassen, auf das Bauchgefühl vertrauen heißt hier: Aufhören, wenn der Körper weh tut oder zu erschöpft ist.

Integration: Der Körper wird immer als Einheit genutzt. Bei jeder einzelnen Übung ist der gesamte Körper im Einsatz. Auch wenn Muskelgruppen gezielt stärker beansprucht werden, arbeiten andere im gleichen Moment als Stabilisatoren. Dadurch werden einzelne Muskeln nicht wie z.B. im Bodybuilding stark aufgebaut und andere völlig vergessen. Der ganze Körper wird harmonisch gedehnt und gleichzeitig gestärkt.



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